Auf dieser Seite
Zuerst Befund und Zahnerhalt klären
Vor der Planung werden Mundhygiene, Zahnfleischerkrankungen, vorhandene Zähne und Knochenangebot untersucht. Bildgebung und eine Planung des späteren Zahnersatzes helfen, die Implantatposition festzulegen. Bei unzureichendem Knochen kann ein zusätzlicher Aufbau notwendig sein. Rauchen und bestimmte Erkrankungen oder Medikamente können die Behandlung beeinflussen. Eine Brücke, eine herausnehmbare Prothese oder in geeigneten Fällen das Belassen einer Lücke sind mögliche Alternativen.
Implantatkrone für einen fehlenden Zahn
Eine Implantatkrone ersetzt die sichtbare Zahnkrone auf einem Implantat. Verbindungsteil, Befestigung und Kronenmaterial müssen zusammenpassen. Anders als bei einer klassischen zahngetragenen Brücke werden benachbarte Zähne dafür nicht als Kronenpfeiler beschliffen. Trotzdem ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Zahnfleischverlauf und Reinigungszugang sind besonders im sichtbaren Frontzahnbereich wichtig.
All-on-4: vollständige Brücke auf vier Implantaten
Die Bezeichnung steht für eine vollständige feste Versorgung eines Zahnbogens auf vier Implantaten. Position und Verteilung der Implantate werden auf Knochen und Prothese abgestimmt. Eine sofortige provisorische Versorgung ist nur bei passenden Voraussetzungen möglich. Der Name ist keine Zusage, dass jede Ausgangssituation ohne Knochenaufbau oder ohne weitere Behandlungsschritte versorgt werden kann.
All-on-6: Versorgung auf sechs Implantaten
Hier trägt eine Gruppe von sechs Implantaten den vollständigen Zahnersatz. Mehr Implantate bedeuten nicht automatisch die passendere Lösung. Entscheidend sind Knochenangebot, Implantatverteilung, Belastung und der geplante Zahnersatz. Lassen Sie sich erklären, weshalb für Ihren Kiefer vier, sechs oder eine andere Anzahl vorgeschlagen wird und welche Alternativen bestehen.
Was bedeutet vollständige Implantatversorgung?
Gemeint ist ein Versorgungsumfang und nicht zwingend ein Implantat für jeden verlorenen Zahn. Feste Brücken und herausnehmbare implantatgestützte Prothesen unterscheiden sich in Handhabung, Reinigung und Reparaturmöglichkeiten. Vor einer Entfernung noch vorhandener Zähne müssen deren Erhaltungsfähigkeit und andere Versorgungswege geklärt sein. Digitale Planung ersetzt diese Untersuchung nicht.
Risiken und langfristige Pflege
Implantate können unzureichend einheilen oder später verloren gehen. Entzündungen am umgebenden Gewebe, technische Defekte und Knochenabbau sind möglich. Lageabhängig bestehen Risiken für Nerven oder die Kieferhöhle. Regelmässige Kontrollen und eine wirksame tägliche Reinigung bleiben notwendig. Implantatgetragen bedeutet weder wartungsfrei noch lebenslang garantiert.
Einen vollständigen Behandlungsplan verlangen
Der Kostenplan sollte Diagnostik, Implantate, Verbindungsteile, Provisorium und endgültigen Zahnersatz getrennt aufführen. Hinzu kommen gegebenenfalls Knochenaufbau, Betäubung oder Sedierung und spätere Wartung. Fragen Sie, was bei nicht erfolgter Einheilung oder gebrochenem Zahnersatz geschieht und wer zwischen Operation und endgültiger Versorgung die Behandlung koordiniert.
Quellen und weiterführende Fachinformationen
- Leeds Teaching Hospitals: Zahnimplantate und Versorgungsarten
- Cambridge University Hospitals: Implantate in der restaurativen Zahnmedizin
- ITI: Anzahl der Implantate bei vollständigen festen Versorgungen
Die Quellen erläutern Verfahren und ihre Grenzen. Produktinformationen werden als solche benannt. Individuelle Eignung, konkrete Produkte und die Zulässigkeit der Durchführung müssen für die jeweilige Behandlung geklärt werden.
BEAUTY · ÄSTHETIK · ORIENTIERUNG